Landessportbund Berlin, 30. März 2023

Landessportbund Berlin verzeichnet größten Mitgliederzuwachs seit der Wiedervereinigung

Diese Zahlen übertreffen die Erwartungen: Die Berliner Sportvereine haben im vergangenen Jahr 45.324 neue Mitgliedschaften gewonnen. Das ist ein Zuwachs von 6,6 Prozent auf den neuen Rekordstand von 729.622. „Wir haben nicht nur das Vor-Corona-Niveau erreicht, sondern es stark übertroffen. Das ist das größte Wachstum seit der Wiedervereinigung", freut sich Thomas Härtel, der Präsident des Landessportbunds Berlin (LSB). “Diese Entwicklung liegt vor allem an der großartigen Arbeit der Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen in den Vereinen und Verbänden, die mit hohem Einsatz und vielen kreativen Ideen auf die Menschen in unterschiedlichsten Zielgruppen zugegangen sind”, sagt Härtel. “Danke sagen möchten wir aber auch dem Abgeordnetenhaus und dem Senat, die mit den Coronahilfen von mehr als neun Millionen Euro und Aufwüchsen in Förderprogrammen die Vereine stark unterstützt haben.”


Die Zahlen sind das Ergebnis der LSB-Bestandserhebung zum Stichtag 1. Januar 2023. Der Anteil der Vereinsmitgliedschaften an der Berliner Gesamtbevölkerung beträgt jetzt 18,95 Prozent. “Wir wachsen schneller als die Stadt”, stellt LSB-Direktor Friedhard Teuffel fest, “der organisierte Sport hat zwischen 2018 und 2022 8,45 Prozent (56.834) Mitgliedschaften hinzugewonnen, Berlin 5,65 Prozent (205.983) Einwohner*innen.”

Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Kindern und Jugendlichen. Mit 222.667 Mitgliedschaften können die Berliner Vereine hier einen Zuwachs von 19.866 Kindern und Jugendlichen verzeichnen. Bei den weiblichen Mitgliedschaften liegt er mit 10,30 Prozent sogar leicht über dem der männlichen Kinder und Jugendlichen (9,44 Prozent). Bei den Frauen zwischen 27 und 40 Jahren gibt es eine Steigerung von 9,73 Prozent, bei denen zwischen 19 und 26 Jahren sogar um 16,33 Prozent. “Gerade die Frauen haben eine große Last in der Pandemie geschultert, indem sie parallel ihren Beruf ausgeübt haben und ihre Kinder betreut haben, die nicht in die Kita und Schule gehen konnten. Umso mehr freut es uns, dass jetzt wieder so viele Frauen in die Vereine kommen und etwas für sich selbst tun”, sagt Teuffel.

Mit den erfreulichen Zahlen sind jedoch auch gestiegene Herausforderungen verbunden. “Immer mehr Vereine müssen leider mit Wartelisten arbeiten, weil sie gar nicht alle Interessierten aufnehmen können. Das erfüllt uns mit Sorge und hier brauchen wir dringend eine Sportbauoffensive”, sagt LSB-Präsident Härtel, “von der neuen Koalition erwarten wir, dass sie massiv in die Sportinfrastruktur investiert, in Hallen, Plätze und nicht zuletzt Bäder.”

Auch der Landessportbund wird seine Aktivitäten ausweiten, um Vereine und Verbände zu fördern und weiterzuentwickeln. “Wir sind mitten in einer Qualifizierungsinitiative, denn wir brauchen mehr ausgebildetes Personal für den Trainingsbetrieb und die Vereinsorganisation. Dafür gibt es zum Glück das ReStart-Paket des Bundes als Unterstützungsmaßnahme”, sagt Teuffel. LSB-Präsident Härtel verweist dabei auch auf die Initiative, Menschen mit Fluchterfahrungen zu Übungsleitenden auszubilden. “Hier haben wir bereits knapp 200 Menschen ausgebildet, die in unseren Vereinen Brücken in die vielfältigen Communities unserer Stadt bauen.”

Bestandteil des ReStart-Pakets ist auch die Kampagne “Dein Verein: Sport, nur besser”. “Diese gelungene Kampagne hilft den Vereinen, denn sie zielt auf das ab, was die Vereine auszeichnet: das Bewegen in Gemeinschaft”, sagt LSB-Direktor Teuffel, “unsere Vereine nutzen ihre Möglichkeiten wirklich großartig und machen den Sport in ihrem Kiez noch präsenter.“

Bei der Pressekonferenz des LSB zur Vorstellung der Mitgliederstatistik im Manfred von Richthofen-Haus erzählten auch drei Vertreter*innen von ihren Erfahrungen von der Basis. Elke Duda, Vorstand des TSV Wittenau, sagte über ihr Wachstum auf mehr als 3.000 Mitgliedschaften: “Wir haben uns stark im Kiez engagiert, haben Kontakt zu den Wohnungsbaugesellschaften aufgenommen und stehen mit den Schulen und Kitas im Austausch. Zudem haben wir jedes Fest im Kiez genutzt, um uns präsentierten zu können.“ Roswitha Ehrke von Pfeffersport berichtete: „Wir besporteln deutlich mehr als unsere 4.500 Mitglieder, beispielswiese in Schul-AGs. Insbesondere durch unsere vielen Angebote an Kinder können wir uns über Nachwuchs auch bei den Übungsleitenden freuen, weil die Personen mit unseren Sportangeboten aufwachsen und sich in die Pfeffersport-Familie einleben.“

Frank Bachmann, Vizepräsident des Volleyball-Verbands Berlin, sagte: „Der Volleyballverband konnte nur wachsen, weil unsere Vereine auch in der Pandemie hervorragende Arbeit geleistet und sich in Eigeninitiative einiges einfallen gelassen haben. In Bezug auf das Wachstum hervorzuheben sind u.a. das hervorragende Nachwuchskonzept, das SCC / BR Volleys auf die Beine gestellt haben, was Mädchen und Jungen für den Vereinssport gewinnt und somit alle Vereine und den Breitensport stärkt. Ein weiterer Antrieb des Wachstums ist die von uns ins Leben gerufene Kinder-und Jugend-Beach-Volleyball-Serie.“

Im vergangenen Jahr haben die meisten Sportarten Mitglieder gewonnen: Fußball (+19. 270), Turnen (+8.098), Schwimmen (+2.108) und Basketball (+2.004). Die größten Verbände im LSB Berlin sind der Fußball-Verband (205.898), der Turn- und Freizeitsport-Bund (94.386) und der Hochschulsportverband (67.743).

Größter Sportverein in Berlin ist der 1. FC Union Berlin (49.152), vor Hertha BSC (45.282) und der Berliner Sektion des Deutschen Alpenvereins (23.281). 

 

Quelle: https://lsb-berlin.net/aktuelles/news/details/neuer-rekord-729622-mitgliedschaften-in-sportvereinen/

Nicht fündig geworden?

 

Testansprechpartner rund

 Sind Sie bei Ihrer Suche nach einem passenden Angebot nicht fündig geworden?

Gern beraten wir Sie natürlich auch persönlich, denn in einem Gespräch können
wir noch besser auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche eingehen!

Kontaktieren Sie uns unverbindlich!

Charlottenburg        Tel.: 030 818 120 
Hohenschönhausen     Tel.: 030 726 267 2-19
Wedding     Tel.: 030 450 835 50
Wilmersdorf     Tel.: 030 897 917 0
Zehlendorf     Tel.: 030 847 195 50