rbb Fernsehen zibb Service, 12. Oktober 2017

Die dunkle, nassgraue Jahreszeit hat begonnen. Für Menschen mit Depressionen ist diese Zeit besonders schwer, denn oft verstärken sich ihre Symptome im Herbst und im Winter. Etwa jeder fünfte Bundesbürger erkrankt einmal im Leben an einer Depression.


Damit gehören Depressionen zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Die Therapie besteht häufig aus Medikamenten (Anti-Depressiva) und Psychotherapie. Doch für Betroffene ist es meist sehr schwierig und langwierig, einen Therapieplatz zu erhalten. Seit etwa einem Jahr läuft nun eine gemeinsame Studie von der Universität Potsdam, Humboldt Universität, Freie Universität und Charité, die die Auswirkungen von Sport bei Depressionen untersucht.

Die Studie soll die Auswirkungen von Sport bei Depressionen untersuchen und vor allem auch, ob eine anschließende Psychotherapie dann besser wirkt. Dazu erhalten zwei Teilnehmer-Gruppen drei Monate lang zweimal in der Woche ein Ausdauertraining unter Anleitung von Sporttherapeuten und im Anschluss daran eine Psychotherapie (kognitive Verhaltenstherapie). Diese dauert 13 Wochen; nach Bedarf mit Verlängerungsoption. Eine Vergleichsgruppe erhält die Psychotherapie vor dem Sportteil.

Dass sich körperliche Betätigung, egal welcher Art, positiv auf Depressionspatienten auswirkt und sogar genauso wirksam sein kann wie Antidepressiva, ist schon länger bekannt. Dazu gibt es bereits viele Studien. Woran das genau liegt, ist allerdings noch nicht ganz klar. Möglicherweise an den Endorphinen, die bei Bewegung ausgeschüttet werden. Aber vermutlich sorgt auch die bessere Durchblutung des Gehirns durch die Ankurbelung des Herz-Kreislauf-Systems für höhere Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen. Nun wollen die Wissenschaftler die Mechanismen, die dahinterstecken, noch besser erforschen. Dazu arbeiten sie mit bildgebenden Verfahren (MRT), um Veränderungen im Gehirn feststellen zu können. Die Hypothese ist, dass die Funktionsweise des Gehirns durch Sport verbessert wird. Zum Beispiel ist bei Depressionspatienten die Verarbeitung von Emotionen oft gestört. Dieser Prozess könnte durch regelmäßige Bewegung verändert werden. Die Forscher wollen auch klären, welche Intensität dabei am wirksamsten ist. Es gibt bislang Hinweise darauf, dass die Wirksamkeit größer ist, je intensiver der Sport betrieben wird.

Die Studie ist für Menschen mit leichter bis mittelschwerer Depression gedacht. Die Kosten für die kognitive Verhaltenstherapie werden von der Krankenkasse bezahlt. Darüber hinaus fallen für Studienteilnehmer keine Kosten an.

Beitrag von Sina Krambeck

Mehr Infos: https://www.psychologie.hu-berlin.de/de

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Stand vom 12.10.2017

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