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Initiative „Erfahrung ist Zukunft“ der Bundesregierung, 25. November 2008

Gesundheitsportal Onmeda Berliner Zeitung

 

Der Mensch muss sich bewegen:

Protokoll zum Live-Chat mit Dr. Robert Margerie

 

Dr. med. Robert Margerie, Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin am Zentrum für Sportmedizin Berlin, beantwortete im Chat von "Erfahrung ist Zukunft" und dem Gesundheitsportal Onmeda zahlreiche Fragen zum Sport im Alter.

"Der Mensch ist von Natur aus auf Bewegung ausgelegt." Mit diesem Satz entkräftete Dr. med. Robert Margerie alle "Sportmuffel"-Argumente im Live-Chat. Laut dem Mediziner gibt es kein besseres Mittel für körperliche und geistige Vitalität als regelmäßige Bewegung. Aber welche Sportarten eignen sich im Alter besonders? Kann Sport Osteoporose entgegenwirken? Und wie kann man die Alltagsaktivität erhöhen? Die Nutzerinnen und Nutzer von "Erfahrung ist Zukunft" stellten ganz unterschiedliche Fragen.

 

Moderator: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Chat-Besucherinnen und -Besucher! Ab 14.30 Uhr steht Ihnen Dr. med. Robert Margerie, Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin am Zentrum für Sportmedizin Berlin, im Live-Chat von "Erfahrung ist Zukunft" und dem Gesundheitsportal Onmeda.de zur Verfügung. Das Thema: "Mit Sport fit im Alter". Herr Dr. Margerie beantwortet im Live-Chat Ihre Fragen – wir freuen uns über Ihre Beteiligung. Sie können Ihre Fragen bereits jetzt abschicken! Wir werden diese kurz vor Chatbeginn veröffentlichen.

Moderator: Herr Dr. Margerie ist nun eingetroffen und wird ab sofort Ihre Fragen beantworten. Sie haben nun die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wir freuen uns auf einen spannenden und informativen Chat zum Thema "Lebenslang lernen".

Moderator: Entschuldigung, natürlich ist das Thema "Mit Sport fit im Alter"! Viel Spaß bei dem Chat!

OldMary1219: Worauf sollte ich achten, wenn ich mit 55 wieder mit dem Sport beginne? Welche Sportarten sollte ich vermeiden?

Dr. med. Robert Margerie: Mit fortgeschrittenem Lebensalter gewinnt die Gesundheit natürlich an Bedeutung. Man sollte in dem Alter eine sportmedizinische, im Idealfall eine internistisch-orthopädische Untersuchung vorausschicken. Sportarten, die man meiden sollte, sind Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko, wie z. B. Abfahrtsski oder Extremsportarten. Empfehlenswert sind Sportarten mit einem hohen Ausdaueranteil, wie z. B. Wandern, Laufen und Radfahren.

helga: Hallo Herr Dr. Margerie, in meiner Familie kam es zu Problemen mit Osteoporose. Kann ich dieser erblichen Belastung eventuell mit speziellen Sportarten vorbeugen? Oder hat Sport keinerlei Einfluss auf diese Krankheit?

Dr. med. Robert Margerie: In der Therapie der Osteoporose ist Sport ein wichtiger Bestandteil. Die Knochenmasse, die bei Osteoporose typischerweise vermindert ist, verhält sich ähnlich wie die Muskelmasse und lässt sich auch durch Training vermehren. Insbesondere ist bei Osteoporose ein Krafttraining zu empfehlen. Wichtig in dem Zusammenhang ist auch ein Training der Koordination und Beweglichkeit in Hinsicht auf die Sturzprophylaxe.

pauline: Hallo Herr Margerie, ich bin 61, war früher eine gute Leichtathletin und würde gern im kommenden Sommer das Sportabzeichen machen. Wie sollte man sich nach längerer sportlicher Abstinenz wieder an mehr Bewegung gewöhnen?

Dr. med. Robert Margerie: Ich empfehle eine sportmedizinische Untersuchung, im Idealfall kombiniert mit einer Leistungsdiagnostik.

sternchen13: Ich bin 61 und habe Arthrose und oft Schmerzen. Kann ich trotzdem Sport machen? Was können Sie mir empfehlen? Kann mir Sport helfen, wieder beweglicher zu werden?

Dr. med. Robert Margerie: Grundsätzlich ist auch bei Arthrose Sport zu empfehlen. Sie sollten in Bewegung bleiben, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern bzw. zu verlangsamen. Es empfehlen sich Sportarten, die gelenkentlastend sind, wie z. B. Radfahren oder Aquafitness.

marathon: Inzwischen bin ich seit 10 Jahren nicht mehr gelaufen, war aber bis dahin immer aktiver Jogger. Kann ich trotzdem wieder mit dem Laufen anfangen? Ich bin jetzt 67. Ich will noch einmal den Marathon in Berlin mitlaufen.

Dr. med. Robert Margerie: Auch in diesem Fall empfiehlt sich eine sportmedizinische Untersuchung mit Laufband-Leistungstest. Sie sollten das regelmäßige Training wieder aufnehmen, d. h. zwei- bis dreimal pro Woche trainieren, sofern keine Kontra-Indikationen bestehen. Die Marathonteilnahme stellt eine extreme Belastung dar und sollte nur bei Gesundheit und gutem körperlichem Trainingszustand erwogen werden.

OldMary1219: Ich habe vor einem Jahr einen Herzinfarkt gehabt. Entstehen dadurch für mich Einschränkungen?

Dr. med. Robert Margerie: In der Rehabilitation nach Herzinfarkt kommt dem Sport eine besondere Bedeutung zu, weshalb indikationsbezogen der Herzsport in Deutschland flächendeckend angeboten wird. Nach Untersuchung durch Ihren behandelnden Kardiologen können Sie am Sport wieder teilnehmen.

Angeli: Ich bin 60 und würde gerne mehr für meine Gesundheit tun. Welche gelenkschonenden Sportarten könnten Sie mir empfehlen, wenn ich unter Arthritis leide?

Dr. med. Robert Margerie: Wichtig in Ihrem Fall ist das schmerzfreie Trainieren. Es sollten Sportarten mit hohen Gelenkbelastungen vermieden werden. Zu empfehlen sind Radfahren, Tanzen, Wandern usw.

heinrich: Hallo Dr. Margerie. Ich bin 57 und an Schwimmen als Sportart interessiert. Können Sie mir im Internet eine übersichtliche Seite empfehlen bzw. eine Anlaufstelle, auf der ich speziell nach Vereinen in meiner Stadt suchen kann?

Dr. med. Robert Margerie: Schwimmen ist eine sehr technische Sportart, die hohe Anforderungen an Koordination und Beweglichkeit stellt. Je früher man damit beginnt, umso besser. Bei guter Schwimmtechnik ist Schwimmen eine ideale, gelenkschonende Sportart, auch für das hohe Alter. Zunehmend werden Schwimmkurse für Erwachsene in Großstädten angeboten. Kontakt gibt es über örtliche Schwimmvereine und Fitnessstudios. Unter www.richtigfit-ab50.de unter "Service" können Sie nach Bundesländern geordnet Vereine finden.

Marie: Hallo, meine Eltern sind ca. 60 Jahre alt und sollten meiner Meinung nach unbedingt mehr Sport machen. Allerdings sind sie immer sehr kraftlos, wenn sie nach dem Job abends nach Hause kommen. Welche Sportarten können Sie empfehlen?

Dr. med. Robert Margerie: Versuchen Sie, Ihre Eltern zu motivieren, indem Sie regelmäßig mit ihnen spazieren gehen. Bereits ein 30-Minuten-Spaziergang drei bis fünf Mal die Woche hat nachweislich positive gesundheitliche Effekte.

Gabi88: Was genau bedeutet Sturzprophylaxe? Meine Schwiegermutter ist bereits einmal schwer gestürzt (Oberschenkelhalsbruch), danach hat es sehr lange gedauert, bis sie wieder fit war. Sie ist jetzt 78. Kann man sie irgendwie stärken, um Stürze oder die Folgen zu verhindern?

Dr. med. Robert Margerie: Im Alter lassen typischerweise Koordination und Beweglichkeit nach. Durch spezielle Übungen für Koordination, wie z. B. Einbeinstand und Gymnastik, lassen sich diese altersbedingten Einschränkungen teilweise verhindern bzw. verzögern. Dies ist auch wichtiger Bestandteil des Trainings im Gesundheitssport.

Saskia50: Ich bin 60, habe Parkinson und Arthrose, welchen Sport kann ich betreiben?

Dr. med. Robert Margerie: Sie sollten durch einen kompetenten Trainer begleitet ein Training bestehend aus Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit durchführen. Wenden Sie sich an örtliche Sportvereine, die Gesundheitssport anbieten. Die Adresse für Berlin ist www.sport-gesundheitspark.de.

barbara52: Hallo, ich wollte fragen, ob Sport auch gegen Bluthochdruck gut ist, aber irgendwie kommt meine Frage nicht an. Was ist da los?

Dr. med. Robert Margerie: Moderates, regelmäßiges, ausdauerbetontes Training ist geradezu ideal, um den Blutdruck über die Trainingszeit hinaus zu senken. Sport hat in Studien eine stärkere Blutdrucksenkung gezeigt als viele Medikamente. Ihr Arzt berät Sie gerne.

christa: Guten Tag Dr. Margerie, mein Vater ist 75 und jetzt im Winter ein wenig antriebslos. Er ist kein großer Sportler, aber körperlich gesund. Welche Art von Bewegung könnte ich ihm vorschlagen, die die "Glückshormon"-Produktion anregt, die er aber auch in seinem Alter gut schaffen kann.

Dr. med. Robert Margerie: Wandern, spazieren gehen, walken an der frischen Luft mit Ihrer Begleitung sollte die Stimmung aufhellen können.

claudi_rockt: Ich denke, Senioren fühlen sich nicht so wohl, wenn sie Sport wie z. B. Gymnastik in der Gruppe machen. Wie kann man ihnen die Angst nehmen, dass sie sich unwohl fühlen?

Dr. med. Robert Margerie: Nach meiner Erfahrung ist gerade das Training in der Gruppe besonders für Senioren geeignet. Die feste Gruppenzusammensetzung fördert soziale Kontakte und führt dazu, dass regelmäßig und anhaltend trainiert wird.

Beata35: Ich empfehle meiner Mutter (58) seit Jahren, mehr für ihre Gesundheit zu tun. Leider ist sie ein totaler Sportmuffel. Haben Sie Tipps bzw. ‚sanfte‘ Einstiegssportarten, zu denen ich z. B. mit ihr zusammen gehen kann, um sie endlich anzuspornen?

Dr. med. Robert Margerie: Versuchen Sie, zusammen mit Ihrer Mutter die Alltagsaktivität zu erhöhen. Das heißt, gehen Sie mit ihr spazieren. Vielleicht empfiehlt sich auch als Einstieg die Teilnahme an Wassergymnastik, welches eine schonende und im Alter sehr beliebte Sportart ist.

Lotte: Meine Kinder wollen mir eine von diesen neuen Spielkonsolen kaufen. Sie sagen, mit dieser könne man auch mit Spaß Sport treiben. Kennen Sie diese Konsolen? Ist das ein Ersatz für richtigen Sport?

Dr. med. Robert Margerie: Diese Konsolen sind nach Untersuchungen kein Ersatz für Sport. Sie fördern allerdings Konzentration und Geschicklichkeit. Der zeitliche Einsatz sollte begrenzt sein.

martina_breuer: Hallo Dr. Margerie, ich habe starkes Übergewicht, bin aber eigentlich mit mir zufrieden. Jetzt, wo das Alter fortschreitet, mache ich mir doch ein bisschen Sorgen um meine Gesundheit. Welchen nicht zu anstrengenden Sport können Sie mir empfehlen?

Dr. med. Robert Margerie: Übergewicht bedeutet nicht unbedingt eine schlechte Fitness. Studien haben gezeigt, dass man die Risiken von Übergewicht durch sportliche Aktivität auffangen kann. Bleiben Sie aktiv, erhöhen Sie die Alltagsaktivität (Treppensteigen). An Sportarten empfehlen sich Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen und Krafttraining.

HGHa: Liebe Chattenden, als Wurstfachverkäuferin an der Frischetheke wundere ich mich immer wieder. Die dicksten Kunden kaufen die größten Fettsachen. Ich würde manch einem gerne mal sagen, machen Sie mehr Sport! Leben Vegetarier denn eigentlich gesünder?

Dr. med. Robert Margerie: Vegetarier leben nicht grundsätzlich gesünder, verzichten allerdings auf tierische Fette. Dieses bringt Vorteile in der Gesamtenergiebilanz und kann das Risiko ernährungsbedingter Stoffwechselkrankheiten vermindern.

Helmut58: Ich bin 58 Jahre und habe Angst, jetzt noch mit dem Laufen anzufangen. Meine Knochen sind ja auch nicht mehr die jüngsten. Wie kann ich dennoch etwas für meinen Körper tun?

Dr. med. Robert Margerie: Auch bei Ihnen empfiehlt sich eine sportmedizinische Untersuchung vor Aufnahme des Lauftrainings. Grundsätzlich ist das Alter kein Hinderungsgrund für regelmäßiges Laufen.

mellisternchen: Hallo Herr Margerie! Kann man auch zu viel Sport machen? Wann und woran merke ich, dass das eventuell der Fall ist? Danke!

Dr. med. Robert Margerie: Natürlich kann man es auch mit dem Sport übertreiben. Dies ist immer dann der Fall, wenn Sie sich nach sportlicher Betätigung nicht mehr ausreichend erholen, Verletzungen sind oftmals die Folge. Wir empfehlen im Gesundheitssport die regelmäßige moderate Belastung, d. h. drei bis fünf Mal wöchentlich 30 bis 60 Minuten. Betrachtet man den Energieverbrauch, so hat sich der zusätzliche wöchentliche Kalorienverbrauch durch Sport von 2 500 kcal als gesundheitlich besonders günstig erwiesen. Grundsätzlich gilt im Gesundheitssport: Umfang vor Intensität.

Moderator: Liebe Chat-Besucherinnen und -Besucher, sie haben jetzt noch etwa 15 Minuten Zeit, Ihre Fragen an Herr Dr. Margerie zu stellen. Der Chat läuft noch bis 15.30 Uhr.

claudi_rockt: Viele Menschen sind ja von Natur aus "Sportmuffel". Wie kann man sie auch im hohen Alter zu Bewegung animieren?

Dr. med. Robert Margerie: Der Mensch ist von seiner Natur auf Bewegung ausgelegt. Zumeist haben die sogenannten "Sportmuffel" nicht die Erfahrung gemacht, wie wohltuend und lustvoll sportliche Betätigung sein kann. Es fehlt häufig an einer bewussten Körperwahrnehmung. Oft ist es in der Kindheit und Jugend versäumt worden, eine geeignete Sportart zu finden und zu erlernen. Aus meiner Erfahrung ist es jedoch in den seltensten Fällen zu spät oder nicht möglich, die körperliche Aktivität zu erhöhen.

pat_walker: Seit 3 Monaten betreibe ich regelmäßig mit meiner Lebensgefährtin Nordic Walking, was in der Gruppe unserer Ansicht nach jedoch mehr Spaß macht. Gibt es zu dieser Sportart deutschlandweite Verbände, die Sie mir empfehlen können?

Dr. med. Robert Margerie: Versuchen Sie es doch einmal unter www.dnv-online.de (Deutscher Nordic Walking Nordic Inline Verband) oder auch in der Übersicht des Deutschen Olympischen Sportbunds www.dosb.de.

pp: Hallo Herr Doktor Margerie, können Sie mir eine Sportart empfehlen, die man besonders zur kalten Jahreszeit machen kann und die nicht so viel kostet (Schwimmen ist so teuer)? Abends ist es immer schon so dunkel, da jogge ich nicht mehr so gerne. Und sonst bin ich nicht so kreativ. Haben Sie Tipps?

Dr. med. Robert Margerie: Walken und Laufen sind ideale Ganzjahressportarten. Versuchen Sie, tagsüber zu trainieren, vor allem auch am Wochenende, und laufen Sie auf beleuchteten Wegen.

hann_Z: Guten Tag Herr Margerie! Ich bin leidenschaftlicher Koch. Gibt es spezielle Ernährungspläne, die ich mit beachten sollte, um meine sportlichen Aktivitäten zu unterstützen. Und stimmt es wirklich, dass man nach 18/19 Uhr nichts mehr essen sollte?

Dr. med. Robert Margerie: Entscheidend ist die Gesamtenergiebilanz. Wenn ich mehr Kalorien zu mir nehme, als ich verbrauche, dann nehme ich zu. Umgekehrt verhält es sich, wenn ich durch Sport mehr Kalorien verbrauche, als ich zu mir nehme. Dann nehme ich ab. Die Uhrzeit der Nahrungsaufnahme spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Das Weglassen des Abendessens kann allerdings helfen, insgesamt Kalorien einzusparen.

tobias_dert: Ich fühle mich wie Anfang 30 und bin doch schon Mitte 60. Dank meines guten Trainings! Gibt es eigentlich Gruppen für Ältere oder nette Foren, in denen man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann? Auch Reisen mit anderen älteren fitten Menschen fände ich super, nur leider habe ich so etwas bislang noch nicht gefunden. Haben Sie eine Idee?

Dr. med. Robert Margerie: In der Sportmedizin wissen wir heute, dass sich durch Training die Leistungsfähigkeit über Jahrzehnte stabilhalten lässt. Das biologische Alter ist eng verknüpft mit dem Trainingszustand und lässt sich durch regelmäßiges Training zum Teil sogar absenken. Gerade in Läuferkreisen gibt es viele ältere Sportler, die mit erheblich jüngeren gemeinsam trainieren können. Versuchen Sie, Kontakte zu knüpfen über örtliche Sportvereine und Lauftreffs.

claudi_rockt: Was halten sie von "Gehirnjogging"

Dr. med. Robert Margerie: Die Gehirnfunktion lässt sich nachweislich durch regelmäßige sportliche Betätigung verbessern. Dies ist auch besonders wichtig im Kindesalter, kann aber auch im Erwachsenenalter das Auftreten von Demenz und Depression verzögern.

Moderator: Liebe Chat-Besucherinnen und -Besucher, der Chat ist nun beendet! Wir bedanken uns bei Ihnen, unserem Medienpartner, dem Gesundheitsportal www.onmeda.de, und natürlich bei Herrn Dr. Margerie für die interessante Diskussion. Das Protokoll zum Chat werden wir für Sie auf www.erfahrung-ist-zukunft.de zur Verfügung stellen. Schauen Sie einfach mal wieder rein auf www.erfahrung-ist-zukunft.de!

 

 

Marathon mit 70, geht das?
Statement Karen Saß

 

Länger gesund und fit bleiben. Wie das geht, erklärten vier Fachleute aus Medizin und Sportpraxis am Servicetelefon der Berliner Zeitung und "Erfahrung ist Zukunft". Ihr Fazit: Wer sich bewegt und ausgewogen ernährt, bleibt leistungsfähig und gesund.

Fasten oder ausgewogen ernähren? Marathon oder Nordic Walking? Paprika oder Vitamin- C-Tabletten? Egal ob mit 30 oder 60 Jahren: Es ist nie zu spät, etwas für die Gesundheit zu tun. Wer gesund lebt, bleibt auch im Alter aktiv. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und gesundheitliche Vorsorge helfen dabei.

Tipps zu diesen Themen gaben Katja Sotzmann vom Landessportbund Berlin, Karen Saß, Ernährungswissenschaftlerin vom Sport-Gesundheitspark Berlin e.V., Dr. med. Robert Margerie, Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin am Zentrum für Sportmedizin und Dr. med. Peter Klein-Weigel, Facharzt für Innere Medizin und Angiologie an den DRK Kliniken Berlin.

Marathon mit 70

"Kann ich mit 70 noch am Marathon teilnehmen?" Für Dr. med Robert Margerie – selbst Marathonläufer – ist das keine Frage des Alters, sondern des Trainings und des gesundheitlichen Zustands. Der Sportmediziner rät allerdings zu regelmäßigen medizinischen Checks und zu einer intensiven Vorbereitung. "Der Marathon ist nicht unbedingt gesund, aber wer laufen will, muss gesund sein", fügt der Experte hinzu. Im Rahmen des Leistungsvermögens Sport zu treiben, ist laut den Fachleuten am Servicetelefon Vorrausetzung für gesunde Bewegung. Etwa 1800 Sportvereine bieten in Berlin auf ältere Menschen abgestimmte Sportprogramme an. Ausdauertraining wie Nordic Walking, Aqua Gymnastik oder Radfahren unter fachlicher Anleitung seien Sportarten, die nicht nur den Rücken stärken, sondern auch für ein gesundes Gewicht sorgen. 

Gesund statt rund

Dazu ist vor allem eine gesunde Ernährung wichtig. "Ab dem 40. Lebensjahr benötigt der Körper weniger Energie, aber eine größere Dichte an Vitaminen und Mineralstoffen in der Nahrung", so die Expertinnen und Experten. Sie könnten durch eine vitaminreiche Ernährung, aber auch durch nahrungsergänzende Brausetabletten gewonnen werden. Von Diäten und Fastenkuren rieten die Fachleute ab. "Der berühmte Jojo-Effekt – nach gewisser Zeit dicker als zuvor – liegt daran, dass der Körper, der während der Diät die Reserven aufbraucht, sich ein Depot anlegt für ein nächstes Fasten." Eine cholesterinarme Ernährung mit mehr Fisch und weniger Frühstückseiern beuge auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, so die Expertinnen und Experten. Und auch Rotwein-Genuss in Maßen sei durchaus gesund.

Weitere Tipps der Fachleute finden Sie am 11. November 2008 in der Berliner Zeitung.

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